REGION TŘEBOŇ

Třeboň (Wittingau)

Die Stadt der fünfblättrigen Rose, der Kurbäder und Karpfen gilt als ein beliebtes Erholungs- und Tourismuszentrum. Die ursprüngliche Siedlung an der Handelsstraße wird bereits im 13. Jahrhundert als Stadt erwähnt. Seine größte Blüte erlebte Třeboň (Wittingau) im 15. und 16. Jahrhundert durch die Teichwirtschaft und Fischzucht. Einen bedeutenden Anteil am Erfolg hatten die Rosenberger Baumeister Štěpánek Netolický und Jakob Krčín aus Jelčany. Der erste von ihnen erbaute ein ausgereiftes Bewässerungssystem für den gesamten Teichkomplex, den Goldenen Kanal, der zweite baute wiederum unter anderem den größten Teich Mitteleuropas – Rožmberk (Rosenberg). Der historische Kern von Třeboň (Wittingau) wird von einer noch gut erhaltenen Stadtmauer mit vier Eingangstoren (Budějovická, Hradecká, Svinenská und Novohradská brána) umgeben. Der von Renaissance- und Barockhäusern gesäumte längliche viereckige Platz wird von dem Rathausgebäude mit einem mächtigen Turm mit Umgang und der Mariensäule aus dem Jahr 1781 dominiert. Die wertvollste Sehenswürdigkeit ist das durch Umbau der ursprünglichen Burg entstandene Renaissance-Schloss. In einem Teil des Schlosses ist das Staatliche Gebietsarchiv untergebracht, weitere reichlich verzierte Innenräume können auf zwei Besichtigungsrouten erkundet werden. Die dritte Besichtigungsroute führt die Besucher in die damaligen Nebengebäude der Burg – die Wirtschaftsgebäude, die Hundeküche und die Kasematten. An das Schloss schließt ein reizender englischer Park an. Im Park am Ufer des Teiches Svět (Welt), unweit des Stadtzentrums, steht die neugotische Gruft des Geschlechts Schwarzenberg.
www.trebonsko.cz

Borovany (Forbes)

Im Jahr 1455 wurde hier ein Augustinerkloster gegründet, das die Schwarzenberger später in ein Schloss umbauen ließen. Auf dem Platz „Žižkovo náměstí“ stehen das barocke Rathaus vom Ende des 17. Jahrhunderts, ein Schandpfahl, sowie eine Statue des Heerführers Jan Žižka von Trocnov.

ZOO Dvorec

Unweit von Borovany befindet sich ein kleiner zoologischer Garten – der Park der exotischen Tiere. Gehalten werden hier Löwen, Tiger, Reptilien, Bären und viele andere Tierarten.
www.borovany-cb.cz

Hammerwerk Buškův hamr

Eine der drei in Tschechien erhaltenen Schmieden mit Wasserkraftantrieb. Angetrieben wird sie von drei Mühlrädern, gegründet wurde sie im Jahr 1780, in Betrieb war sie bis ins Jahr 1950. Das rekonstruierte Hammerwerk ist nach wie vor funktionstüchtig und bei genügendem Wasserstand auch in Betrieb.
www.buskuv-hamr.cz

Červené Blato (Rotes Moor)

Nationales Naturreservat im Landschaftsschutzgebiet Třeboňsko. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier Torf abgebaut, im Jahr 1953 wurde das Gebiet zum Schutzreservat erklärt. Die Torfschicht erreicht stellenweise bis zu 7 Meter. Zu finden gibt es hier eine seltene Flora – u. a. die Moor-Spirke bzw. den Sumpfporst, die Fauna wird vertreten vom seltenen Zweipunktigen Kreuzdornbockkäfer Menesia bipunctata. Durch das Reservat führt ein 3 km langer Lehrpfad.
Durch das Reservat verläuft auf Bohlenwegen ein 3 km langer Lehrpfad mit neun Informationstafeln.

Chlum u Třeboně (Chlumetz)

Ein Erholungsort an den Ufern des Teichs Hejtman. Ab dem 15. Jahrhundert wurde hier Eisenerz gefördert, im 18. Jahrhundert entstanden hier Eisenhüttenwerke. An die Stelle der gotischen Festung wurde im Jahr 1710 ein Barockschloss gesetzt. In unmittelbarer Nähe ist ein ausgedehnter Park mit exotischen Gehölzen und vielen Statuen.
www.chlum-ut.cz

Lužnice (Lainsitz)

Rechtsufriger Zufluss der Moldau, der noch auf österreichischem Gebiet entspringt. Bei Wassersportbegeisterten ist die Luschnitz einer der beliebtesten tschechischen Flüsse. Er ist 208 km lang und mündet hinter der Ortschaft Týn nad Vltavou (dt. Moldauthein) in die Moldau.

Nová řeka (Neuer Fluss)

Ein künstlich angelegter Wasserkanal, der die Lužnice (Lainsitz) mit der Nežárka (Naser) verbindet. Der Kanal wurde Ende des 16. Jahrhunderts durch Jakob Krčín (1535–1604) erbaut, um die Hochwasserdurchflüsse aus der Lužnice (Lainsitz) abzufangen. Diese Maßnahme sollte den Damm des Teiches Rožmberk (Rosenberg) vor eventueller Überlastung schützen.

Nové Hrady (Gratzen)

Stadt im tschechisch-österreichischen Grenzland. Das Geschlecht Buquoy, das nach der Schlacht am Weißen Berg in den Besitz der Stadt gelangte, ließ die alte, über dem Fluss Stropnice (dt. Stropnitz) gelegene Burg aus dem 13. Jahrhundert herrichten, einen englischen Park anlegen und in den Jahren 1801 bis 1810 ein neues Schloss erbauen.

Novohradské hory
(Gratzener Bergland)

Gebirge an der tschechisch-österreichischen Grenze. Auf dem tschechischen Gebiet nimmt es eine Fläche von 162 km2 ein, in Österreich reicht es bis zur Donau. Die höchste Erhebung ist der in Österreich gelegene Viehberg (1 112 m ü.d.M.). An seiner nordöstlichen Flanke entspringt der Fluss Malše (dt. Maltsch). Der größte Berg auf tschechischem Gebiet ist der Kamenec (dt. Steinberg) (1 072 m ü.d. M.).
www.novohradky.info

Rožmberk (Rosenberg)

Der größte Teich Mitteleuropas, angelegt in den Jahren 1584–1590 vom Rosenberger Baumeister Jakob Krčín. Dabei wurden drei Viertel Millionen m3 Erdreich bewegt, wodurch ein Damm mit einer Länge von 2 355 m, einer Höhe von 11 m und am Fuß mit einer Breite von 60 m entstand. Die Fläche des Rosenberg-Weihers beträgt 489 ha, sein Fassungsvermögen beläuft sich auf 6,3 Millionen m3. Bei den großen Überschwemmungen im Jahr 2002 konnte der Damm ein beinahe 10-mal größeres Volumen aufnehmen.

Svět (Welt)

Ein in den 70er Jahren des 16. Jahrhunderts errichtete Teich am südlichen Rand von Třeboň (Wittingau). Der 1.400 m lange Damm hält 3.325 Mio. m3 Wasser zurück. Auf dem Damm steht eine Bronzestatue des Erbauers des Teiches, des Rosenberger Teichbauers und Teichwirtschaftlers Jakob Krčín von Jelčany und Sedlčany (um 1535–1604).

Terčino (Terezino) údolí (Theresiental)

Ein Landschaftspark mit einer Fläche von etwa 140 ha. Er trägt den Namen der Gräfin Therese Buquoy, die ihn im Jahr 1756 anlegen ließ. Hier wachsen viele seltene einheimische und auch exotische Gehölze, geschmückt wird das Gelände von einer Reihe romantischer Kurbauten. Bekannt ist der künstliche Wasserfall des Flüsschens Stropnice, der den Park durchfließt. Nicht weit entfernt befindet sich die Ruine der gotischen Festung Cuknštejn (dt. Zuckenstein). Durch den Park führt ein 5 km langer Lehrpfad mit zwölf Stellen mit Informationstafeln.

Zlatá stoka (Goldener Kanal)

Ein künstlicher Wasserkanal, der das Teichsystem des Wittingauer-Beckens (Třeboňská pánev) am linken Ufer des Flusses Lužnice (dt. Luschnitz) speist. Das hochentwickelte Werk des Konstrukteurs Štěpánek Netolický (1460–1538) entstand in den Jahren 1505–1520 und erfüllt seinen Zweck bis zum heutigen Tag. In der Vergangenheit diente der Kanal auch zur Trinkwasserversorgung der umliegenden Siedlungen und zum Holzflößen. Seine Gesamtlänge beträgt 47,8 km. Die Bezeichnung „Zlatá“ (dt. Goldener) erhielt der Bau aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung.

Gruft des Geschlechts Schwarzenberg

Unweit des Zentrums von Třeboň (Wittingau), in einem Park am Ufer des Teiches Svět (Welt), wurde zwischen 1874 und 1877 als letzte Ruhestätte für die Angehörigen des Geschlechts derer von Schwarzenberg ein neugotischer Bau errichtet. Das Gebäude hat die Form eines regelmäßigen Sechsecks mit vorgelagertem Turm und einer majestätischen Treppe. Im Obergeschoss befindet sich eine dem Erlöser geweihte Kapelle. Seit der Einweihung der Gruft 1877 wurden hier insgesamt 26 Särge eingestellt.

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Třeboň, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Borovany, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Nové Hrady, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Chlum u Třeboně, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Třeboň, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Nové Hrady, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Schwarzenbersk Grab, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Petr Vok