REGION TÁBOR

Tábor (Tabor)

Die Entstehung von Tábor hängt mit der Burg Kotnov aus dem Ende des 14. Jahrhunderts zusammen. Dort gründeten die Hussiten 1420 eine Stadt namens Hradiště hory Tábor (Burgstädte des Berges Tabor). Durch die sukzessive Verbesserung der Stadtmauer wurde Tábor (Tabor) zur bestbefestigten Stadt Mitteleuropas. Ein Teil der Stadtmauer und einige Basteien sind bis heute erhalten geblieben. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der zweitgrößten Stadt Südböhmens sind um den Žižka Platz konzentriert – ein markantes Wahrzeichen bildet der Turm der Kirche Verklärung Christi, als architektonisch sehr wertvoll gilt das spätgotische Rathaus. Der Platz ist von Bürgerhäusern gesäumt, die überwiegend aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammen. Unter dem gesamten historischen Kern von Tábor (Tabor) befindet sich ein verschachteltes Netz von unterirdischen Gängen. Der unweit liegende Teich Jordan aus dem Jahr 1492 gilt als der älteste landesweit. Ursprünglich diente er als Trinkwasserreservoir für die Stadt, heute wird er zu Erholungszwecken genutzt.
www.visittabor.eu

Bechyně (Bechin)

Die in einer malerischen Landschaft am Zusammenfluss der Flüsse Lužnice (Lainsitz) und Smutná gelegene Stadt Bechyně (Bechin) wurde 1325 von König Johann von Luxemburg gegründet. Das Schloss Bechyně befindet sich zwar in Privatbesitz, ist aber der Öffentlichkeit zugänglich. Die Innenräume des Schlosses beherbergen eine Ausstellung der Südböhmischen Aleš-Galerie (vorwiegend Keramik), das Museum des Malers Vladimír Preclík, das Feuerwehrmuseum und seit dem Jahr 2006 auch das Tourismus-Museum. Den Platz ziert die Dekanatskirche St. Matthias. Ein charakteristisches Wahrzeichen und Symbol von Bechyně (Bechin) ist seit 1928 die Betonbrücke über das Lainsitz-Tal, die wegen ihres kühnen Bogens 50 m über der Wasseroberfläche „Bechiner Regenbogen“ genannt wird. Sie ist für Autos, Züge und Fußgänger bestimmt.
www.mestobechyne.cz

Choustník

Ehemalige Burg der Herren von Rosenberg auf dem gleichnamigen Hügel, gegründet von Benesch von Choustnik in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es handelte sich um eine sogenannte Doppelburg, was bedeutet, dass sich hinter der Burgmauer die Residenzen zweier unabhängiger Herren befanden. Die Befestigung von Choustník war sehr gut durchdacht, dadurch ist die Burg auch in den aufregenden Zeiten der Hussitenkriege vor Eroberungen verschont geblieben. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts galt die Burg jedoch als verlassen. Die Reste der massiven Befestigung von Choustník sind bis heute erhalten geblieben, sowie zwei vierkantige Türme, von denen der größere als Aussichtsturm genutzt wird.
www.obec-choustnik.cz

Höhlen Chýnovské jeskyně

Durch fließendes Wasser im kristallinen Kalkstein und Amphibolit entstandene unterirdische Räume, die 1863 entdeckt und 1868 als die erste Höhle in Böhmen überhaupt öffentlich zugänglich gemacht wurden. Heute beläuft sich die Besichtigungsstrecke auf 220 m, die bisher durchforschte Gesamtlänge beträgt 1.200 m. Die Höhle birgt zwar keinen reichen Tropfsteinschmuck, umso interessanter ist aber ihre Wand- und Deckenfärbung. Die Höhlen sind seit 1992 ein Nationales Naturdenkmal.
www.jeskynecr.cz

Kozí Hrádek (Ziegenburg)

Ruine einer Burganlage, in der in den Jahren 1412–1414 M. Jan Hus lebte. Nach einem Brand im Jahr 1438 wurde die Burg dem Verfall preisgegeben. Nach und nach wurde sie von der umgebenden Natur überwuchert und verschmolz mit dem Gelände. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Torso der Burg nach zehnjährigen Arbeiten von dem Amateurarchäologen Jan Švehla aus Sezimovo Ústí erneut ausgegraben.
www.kozihradek.zde.cz

Milevsko

In der Geschichte der Stadt spielte das vermutlich bereits 1184 durch Jiří von Milevsko gegründete romanische Prämonstratenserkloster eine bedeutende Rolle. Es galt bis zu Zeiten der Hussitenkriege als Bildungszentrum der Region und ist das älteste Kloster in Südböhmen. Auf dem Klostergelände befinden sich weitere Bausehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Klosterbasilika Mariä Heimsuchung und die ehemalige Pfarrkirche, welche heute die Friedhofskirche St. Ägidius ist. Zu der Kirche gehören ein mächtiger romanischer Turm aus der Zeit vor 1185 und ein Presbyterium mit wertvollem Netzgewölbe aus der Zeit um 1400.
Der Platz im historischen Stadtkern wartet mit zwei Rathäusern auf – einem barocken Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und einem neuen Pseudo-Renaissance-Bau mit Sgraffito aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Als wertvoll gilt die reichlich verzierte, zwischen 1914 und 1919 erbaute Synagoge. Seit 1862 finden in Milevsko jedes Jahr Maskenzüge statt, die als die älteste südböhmische Faschingstradition gelten.
www.milevsko-mesto.cz

Mladá Vožice (Jung Woschitz)

Das Städtchen am Fluss Blanice (Blanitz) wird zuweilen auch das „tschechische Salzburg“ genannt. Das zwischen 1570 und 1603 erbaute Renaissance-Schloss wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Barockstil und später dann im klassizistischen Stil umgebaut. Am Marktplatz, im Geburtshaus des Historikers August Sedláček (1843–1926) ist das Völkerkundemuseum untergebracht.
www.mu-vozice.cz

Sezimovo Ústí (Alttabor)

Die Stadt an der Schnellstraße E55 zwischen Č. Budějovice und Prag ist bekannt als Sommerresidenz des zweiten tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš, dessen Grabstätte sich hier befindet.
www.sezimovo-usti.cz

Soběslav (Sobieslau)

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts, das Gebiet war jedoch bereits zur Urzeit besiedelt. Im Jahr 1390 wurde Soběslav (Sobieslau) zur Stadt erhoben. Ihre größte Blütezeit erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert, als sie zum Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des gesamten Rosenberger Dominiums wurde. Den Platz zieren einige Renaissancebauten und ein Renaissance-Rathaus. Das Wahrzeichen der Stadt ist die im 14. Jahrhundert erbaute Kirche St. Peter und Paul.
www.musobeslav.cz

Kettenbrücke von Stádlec

Die über den Fluss Lužnice (dt. Luschnitz) führende Brücke zwischen den Ortschaften Stádlec und Dobřejice führte ursprünglich bei der Ortschaft Podolsko über die Moldau. Vor der Flutung des Stausees Orlík im Jahr 1960 wurde die Brücke auseinandermontiert und später an einer neuen Stelle wieder zusammengebaut.

Veselí nad Lužnicí
(Wesseli an der Lainsitz)

Die heutige Stadt entstand im Jahr 1943 am Zusammenfluss der Lužnice (dt. Luschnitz) und der Nežárka durch den Zusammenschluss zweier eigenständiger Ortschaften – Veselí nad Lužnicí und Mezimostí nad Nežárkou. An die letztgenannte Ortschaft erinnert heute nur noch die Eisenbahnstation Veselí-Mezimostí. Urkundlich wurde Veselí zum ersten Mal im Jahr 1259 als Teil des Rosenberg-Dominiums erwähnt. Zur Stadt erhoben wurde der Ort von Karl IV. im Jahr 1362. Mezimostí fand zum ersten Mal Erwähnung im 14. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde Mezimostí eine der größten Eisenbahnstationen im Land und hatte sogar mehr Einwohner als Veselí. Die meisten architektonischen Denkmäler befinden sich auf dem Platz „náměstí T. G. Masaryka“. Beherrscht wird er von der früheren frühgotischen Pfarrkirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes (Povýšení svatého Kříže). Die gegenüberliegende Seite des Platzes ziert das Renaissance-Rathausgebäude aus dem Jahr 1579 und die Renaissance-Stirnseite des Stadtmuseums (das sog. Weis-Haus) mit zahlreichen Sgrafitti. Beachtenswert ist auch das Sezessionsgebäude der Turnvereinigung „Sokol“ aus dem Jahr 1905.
www.veseli.cz

Vlkovský přesyp

Am nordwestlichen Rand des Naturschutzgebietes Třeboňsko erstreckt sich inmitten der grünen südböhmischen Natur auf einer Fläche von ca. 60 × 80 m eine weitläufige postglaziale Sanddüne, die stellenweise bis zu 6 Meter hoch ist. Das Naturreservat mit botanisch wertvollen trockenliebenden Pflanzen und seltenen Insektenarten ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, entlang der „Wüste“ verläuft jedoch ein markierter Wanderweg.
GPS: 49° 9‘34,26“N, 14° 42‘53,55“E

Židova strouha

Ein über 20 km langer, von links kommender Zufluss der Lužnice (Lainsitz). Vor dem Zusammenfluss etwa 1,5 km südwestlich von Bechyně (Bechin) hat der Bach eine tiefe romantische Schlucht mit zahlreichen Felsenformationen gebildet. Durch den interessantesten Talabschnitt führt ein Wanderweg.
GPS: 49°14‘57.021“N, 14°29‘22.896“E


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Das beste vom besten - Südböhmen, Quelle: Vydavatelství MCU s.r.o.Südböhmen auf der LandkarteFlughafen České Budějovice (Budweis)Der Baumwipfelpfad Lipno ist der erste in der Tschechischen Republik.Sole-Felsen-Bad GmündInternationales Musikfestival Cesky KrumlovHistorische Brauerei Český Krumlov

Tábor, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Tábor, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Chýnov Höhle, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Choustník, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Milevsko, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Kozí Hrádek, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Tábor, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Stádlec brücke, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Soběslav, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček