REGION STRAKONICE

Strakonice (Strakonitz)

Die im Vorland des Böhmerwalds am Zusammenfluss der Flüsse Otava (Wottawa) und Volyňka liegende Kreisstadt entstand im 12. Jahrhundert durch die Verbindung vier kleinerer Dörfer. Im 13. Jahrhundert errichtete das Geschlecht der Bavoren am günstigen Platz am Zusammenfluss beider Flüsse eine Burg, die es 1243 zum Teil dem Johanniterorden (Malteser-Ritter-Orden) überließ. Dieser Orden war in Strakonice (Strakonitz) über 700 Jahre ansässig und seine Symbole (den Bavoren-Pfeil und das Malteserkreuz) findet man heute auf der Stadtflagge. Ein Bestandteil der Burg ist der berühmte zylinderförmige Turm mit der Spitze „Rumpál“, das Schlossgelände beherbergt auch das regionale Museum Střední Pootaví. Anfang des 18. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen Aufschwung in der Textilindustrie, im Jahr 1812 wurde hier die Tradition der Fes-Herstellung begründet. In das Jahr 1919 ist die Gründung des Werks Česká zbrojovka (ČZ) datiert, das später, in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Motorradproduktion bekannt wurde. Seit 1967 wird in Strakonice (Strakonitz) alle zwei Jahre das berühmte Dudelsackfestival ausgetragen.
www.strakonice.eu

Blatná (Blatna)

Die Stadt am Zusammenfluss mehrerer Bäche, die sich zum Fluss Lomnice vereinen. Den Namen erhielt der Ort nach den Sümpfen (blat) in der Umgebung. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1235 und betrifft die Festung, später gotische Burg, die im 15. Jahrhundert in einen repräsentativen Adelssitz umgewandelt wurde. Blatná ist eines der wenigen in Tschechien erhaltenen Wasserschlösser. Seine Dominante ist ein Turm mit Fachwerkobergeschoss. Der historische Kern von Blatná ist städtisches Schutzgebiet.
www.mesto-blatna.cz

Štěkeň

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals erwähnten Kleinstadt ist das Barockschloss aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, umgeben von einem weitläufigen Park. In Štěkeň verbrachte der „Böhmerwald-Schriftsteller“ Karel Klostermann (1848–1923) die letzten Jahre seines Lebens. An seine Persönlichkeit erinnert ein Lehrpfad durch Štěkeň und Umgebung.
www.zamek-steken.cz

Volyně (Wolin)

Die erste urkundliche Erwähnung von Volyně (Wolin) als einer an der Salzstraße liegenden Königsstadt stammt aus dem Jahr 1190. An die Zeiten, als Volyně (Wolin) noch aus zwei Stadtteilen bestand, erinnern bis heute die zwei Marktplätze – der Obere und der Untere Marktplatz. Der Obere Platz wird von dem reich verzierten Rathaus aus den Jahren 1501–1529 und einer Mariensäule aus dem Jahr 1760 geschmückt. Auf der Anhöhe stehen die gotische Allerheiligenkirche und eine erhaltene gotische Festung, welche heute der Sitz des Stadtmuseums ist. An die einst zahlreiche jüdische Kommunität erinnern eine Synagoge aus dem Jahr 1839 und ein Anfang des 18. Jahrhunderts gegründeter jüdischer Friedhof.
www.volyně.eu

Vodňany (Wodnian)

Die im Budweiser Becken gelegene malerische Stadt ist vor allem durch die Fischzucht bekannt (seit 1920 gibt es hier eine Mittelschule für Fischwirtschaft). Vodňany (Wodnian) wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Přemysl Ottokar II. gegründet und stand während der Hussitenkriege auf der Seite der Kalixtiner. Den größten Aufschwung erlebte die Stadt im 15. Jahrhundert dank Goldwäscherei und Erträgen aus der Fischerei. Auf dem Marktplatz steht die frühgotische Kirche Mariä Geburt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, an deren Verzierung sich während des Umbaus Ende des 19. Jahrhunderts Mikoláš Aleš beteiligte.

Horažďovice (Horaschdowitz)

Die ehemalige Marktsiedlung wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts zum ersten Mal erwähnt. Dank der Goldwäscherei konnte sich der Ort rasch entwickeln, die Blütezeit erlebte Horažďovice im 16. Jahrhundert. Die gotische Burg wurde in ein Renaissanceschloss umgebaut und im 17. Jahrhundert im Barockstil umgestaltet. Sehenswert war die hiesige Zucht von Perlmuscheln im Flusslauf „Mlýnská stoka“.

Rabí

Die größte mittelalterliche Burgruine der Tschechischen Republik. Die hervorragend befestigte Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde dennoch im Jahr 1421 von den Hussiten eingenommen. Jan Žižka verlor dabei sein zweites Auge. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts verfiel die Burg zusehends. Die Rettungsarbeiten begannen in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, heute ist Rabí ein nationales Kulturdenkmal.
www.hrad-rabi.eu

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Strakonice, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Blatná, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček