REGION JINDŘICHŮV HRADEC

Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Die Stadt mit der gut merkbaren geografischen Länge liegt genau auf dem 15. Meridian. Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Jidřichův Hradec (Neuhaus) stammen aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, ihre größte Blütezeit erlebte die Stadt um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Als die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt gilt die Renaissance-Schlossanlage, die durch den Umbau einer gotischen Burg aus dem 13. Jahrhundert entstand. Auf dem zentral gelegenen Platz sind zahlreiche Renaissance-Gebäude, ein altes Rathaus aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und eine 20 m hohe Statuengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zu finden. Das Wahrzeichen des Stadtkerns ist der Turm der gotischen Kirche Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jahrhundert. Durch das Kirchengebäude verläuft der vorerwähnte 15. Meridian. Eine wertvolle Sehenswürdigkeit stellt das Minoriten-Kloster mit der Kirche St. Johannes der Täufer mit wertvollen gotischen Wandmalereien dar. Im Museum auf dem Platz Balbínovo náměstí finden Sie die berühmte Krýza-Krippe (die größte mechanische volkstümliche Weihnachtskrippe der Welt).
Zu Jindřichův Hradec (Neuhaus) gehören untrennbar der bereits im 14. Jahrhundert errichtete Teich Vajgar und die Schmalspurbahn (Spurweite 760 mm) J. Hradec – Obrataň und J. Hradec – Nová Bystřice. Im ehemaligen Jesuitenkollegium ist das Nationale Museum für Fotografie untergebracht.
www.jh.cz

Červená Lhota (Rothlhotta)

Das malerische Renaissance-Schloss entstand Mitte des 16. Jahrhunderts durch den Umbau einer ehemaligen Festung. Im Jahr 1602 wird der ursprüngliche Name der Ortschaft wegen der neuen roten Fassade des Schlosses von Nová Lhota in Červená Lhota geändert (das Wort červená bedeutet rot). Wegen seiner fast märchenhaften Erscheinung und der außergewöhnlichen Lage auf einer Insel inmitten eines Teiches ist das Schlösschen ein beliebtes Ausflugsziel für einheimische und ausländische Touristen. Zu der Schlossanlage gehört ein natürlicher Landschaftspark. Ein Bootsverleih ermöglicht den Besuchern das Schloss auch aus einer ungewöhnlichen Perspektive vom Wasser aus zu betrachten.
www.cervenalhota.cz

Český Rudolec (Böhmisch Rudoletz)

Das hiesige Schloss wurde 1860 an der Stelle einer ehemaligen gotischen Festung erbaut. Wegen seiner neugotischen Gestalt, inspiriert von dem berühmten südböhmischen Schloss, wird Český Rudolec (Böhmisch Rudoletz) manchmal pathetisch als das „kleine“ oder „mährischeHluboká bezeichnet. Der das Schloss umgebende einst prächtige englische Park wird heute nicht mehr gepflegt. Gleiches gilt für das Schlossgebäude.

Dačice (Datschitz)

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1183. Im Laufe der Jahrhunderte wurden in Dačice zwei Schlösser erbaut – das klassizistische Neue Schloss (Nový zámek) mit einem ausgedehnten englischen Park und das Alte Schloss (Starý zámek) im Renaissancestil. Die aus der Ferne gut sichtbare Dominante ist der mächtige Turm der Kirche St. Laurentius (sv. Vavřinec). Es handelt sich um einen Renaissanceturm, die Kirche selbst ist im barock-klassizistischen Stil gehalten. Dačice, eine historische mährische Stadt, wurde berühmt durch den ersten Zuckerwürfel der Welt, der hier von Jakub Kryštof Rad im Jahr 1841 hergestellt wurde. Dem Würfel wurde auf dem Marktplatz ein eigenes kleines Denkmal gesetzt. Der Geschichte der Zuckerproduktion ist die Ausstellung im hiesigen Museum gewidmet.
www.dacice.cz

Jemnice (Jamnitz)

Die Stadt am Ufer der Želetavka wurde vor 1227 gegründet. Die frühgotische Burg wurde Ende des 16. Jahrhunderts in ein Renaissanceschloss umgebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten Umgestaltungen in spätbarockem Stil. Von Interesse ist das traditionelle Jemnicer Volksfest, „barchan“ genannt, das alljährlich im Juni stattfindet.

Kardašova Řečice

Zum ersten Mal wurde die Existenz der Ortschaft Řečice als eine Marktsiedlung im Jahr 1267 schriftlich erwähnt. Einen bedeutenden Bau stellt die romanisch-gotische Kirche St. Johannes der Täufer (sv. Jan Křtitel) dar, die später umgebaut und mit einem Renaissanceturm versehen wurde.
www.kardasova-recice.cz

Kláštěr (Kloster)

Ein kleiner Ort, benannt nach dem Paulaner-Kloster, das im Jahr 1491 an einem Ort gegründet wurde, an dem drei angeblich wundersame Quellen entsprangen. Bereits im Jahr 1533 wurde das Kloster zerstört und die Ordensbrüder getötet. Im Jahr 1626 kam es jedoch zu einer Wiederaufnahme des Ordenslebens. Endgültig geschlossen wurde das Kloster im Jahr 1785, die einzelnen Gebäude wurden Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts abgerissen. Bis heute ist nur ein kleiner Teil des Klosters erhalten, der sog. Rote Gang (Červená chodba) sowie die Klosterkirche der Heiligen Dreieinigkeit (Nejsvětější Trojice), die zu den bedeutendsten Bauten der Frühgotik in Südböhmen gehört. Sie stellt eine beeindruckende Dominante der lokalen Landschaft dar.

Landštejn (Landstein)

Eine mächtige Burgruine an der tschechisch-österreichischen Grenze. Die ursprünglich romanische Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und durchlief später mehrere Umbauten, insbesondere im 16. Jahrhundert, als sie eine neue Befestigung bekam und zu einer der größten Burgen in den Böhmischen Ländern wurde. Nach einem 1771 durch Blitzschlag entstandenen Brand war die Burg verlassen und verfiel zur Ruine. Heute ist die Anlage nach einer langen und kostspieligen Renovierung erneut der Öffentlichkeit zugänglich. Die romantische Ruine mit herrlicher Aussicht von dem hohen Burgturm gilt als die größte Attraktion des Gebiets Česká Kanada (Böhmisch Kanada).
Zu erreichen – am besten über Staré Město pod Landštejnem (Altstadt).
www.hradlandstejn.cz

Nová Bystřice (Neubistritz)

Die an der Staatsgrenze zu Österreich liegende Stadt ist wohl die älteste Siedlung im Landkreis Jindřichův Hradec (Neuhaus). Die erste urkundliche Erwähnung von Nová Bystřice stammt bereits aus dem Jahr 1175. Im Jahr 1341 wurde der Ort durch Johann von Luxemburg zur Stadt erhoben, zur Zeit der Hussitenkriege fast vollständig zerstört und niedergebrannt und musste größtenteils neu aufgebaut werden. Heute ist der historische Kern von Nová Bystřice (Neubistritz) eine städtische Denkmalschutzzone. Als die bekannteste hiesige Sehenswürdigkeit gilt das Renaissance-Schloss, das durch den Umbau einer gotischen Burg aus dem 13. Jahrhundert entstand. Die ursprünglich gotische Kirche St. Peter und Paul auf dem Marktplatz wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Auf dem Platz ist außerdem eine Mariensäule der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1676 zu finden. Nová Bystřice (Neubistritz) ist seit 1897 die Endstation eines der Zweige der in Jindřichův Hradec (Neuhaus) beginnenden Schmalspurbahn.

Slavonice (Zlabings)

Die in unmittelbarer Nähe der österreichischen Grenze liegende Stadt ist durch seinen gut erhaltenen historischen Kern im Renaissancestil berühmt, der als städtische Denkmalzone geschützt wird. Die erste urkundliche Erwähnung von Slavonice stammt aus dem 12. Jahrhundert, die größte Blüte erlebte die Stadt im 15. und 16. Jahrhundert als wichtiger Verkehrsknoten an der Handelsstraße Prag – Wien. Im Stadtzentrum findet man gleich zwei Marktplätze, die Kirche Mariä Himmelfahrt und vor allem zahlreiche Renaissance- und Gotikbauten mit reichlich verzierten Giebeln und Fassaden. Unter der Stadt verlaufen die Gänge eines weitläufigen Abwassersystems, die heute zum Teil öffentlich zugänglich sind.
www.slavonice.cz

Slavonice – Befestigungsanlage

Etwa 2 km westlich von Slavonice befindet sich ein gut erhaltener Abschnitt der ehemaligen tschechoslowakischen Verteidigungslinie, die in den Jahren 1935–1938 errichtet wurde. Das hiesige Areal besteht aus mehr als zehn Bunkern, die in den Zustand vor der Zeit der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Wehrmacht versetzt wurden. Einige der Objekte sind öffentlich zugänglich, einige werden gelegentlich auch mit der damaligen Ausrüstung und Ausstattung versehen. Eine attraktive alljährliche Veranstaltung (an jedem ersten Samstag im August) stellt die Nachahmung der Kämpfe von 1938 unter dem Titel „Überfall auf die Bunker“ dar.

Stráž nad Nežárkou

Das Städtchen mit einer markanten Dominante in Gestalt eines Schlosses, das in den Jahren 1914–1930 der berühmten tschechischen Opernsängerin Ema Destinnová gehörte, deren Museum (und auch eine Ausstellung zu Ehren ihrer Schülerin und Nachfolgerin Jarmila Novotná) heute in den Innenräumen des Schlosses untergebracht ist.
Geschmückt wird der Bau von einem typisch rundlichen Turm mit einer Schneide auf einer Seite.
www.zamekstraz.cz

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Jindřichův Hradec, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Červená Lhota, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Dačice, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Landštejn, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Slavonice, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Stráž nad Nežárkou, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Jindřichův Hradec, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček