REGION ČESKÝ KRUMLOV

Český Krumlov (Böhmisch Krumau)

Eine der schönsten und natürlich auch meistbesuchten Städte Tschechiens. Die Mitte des 13. Jahrhunderts von den Witigonen gegründete Stadt gelangte später in den Besitz derer Geschlechtsnachfolger, der Herren von Rosenberg. Die bekannteste Krumauer Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung ist die nach der Prager Burg zweitgrößte Burg- und Schlossanlage Tschechiens. Sie besteht aus der Oberen und Unteren Burg, wobei die Untere Burg von einem reichlich verzierten zylindrischen Renaissance-Turm dominiert wird. In einem der Gebäude auf dem V. Hof ist ein Weltunikat untergebracht – das barocke Schlosstheater aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, mit besonders gut erhaltener Ausstattung, Kulissen und Kostümen. Zu dem Schloss gehört ein Schlossgarten im Barock- und Rokoko-Stil mit einer Gesamtfläche von 10 ha. In der Mitte des Gartens befindet sich ein wunderschöner barocker Kaskadenbrunnen, ein paar Schritte weiter steht das barocke Lustschloss Belarie. Dieses wird als Kulisse bei den Abendvorstellungen des berühmten Freilicht-Drehtheaters. Der Schlossgarten ist mit dem Schloss über die mehrstöckige Brücke „Na plášti“ (Mantelbrücke) verbunden. An das Schloss schließt das Stadtviertel Latrán mit zahlreichen wertvollen gotischen Häusern an. Latrán ist über eine Holzbrücke mit der Innenstadt verbunden, die auf drei Seiten von der Moldau umflossen wird. Die Innenstadt besteht überwiegend aus der ursprünglichen gotischen und barocken Bebauung, mit einem Geflecht von engen, verwinkelten Gassen. Dieser Teil von Český Krumlov (Böhmisch Krumau) hat sich seit seiner Gründung baulich kaum verändert. Die Silhouette der Stadt rundet der hohe schmale Turm der gotischen St.-Veit-Kirche aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts ab, bemerkenswert ist auch der Turm der aufgelösten St.-Jost-Kirche. Der Platz Svornost im historischen Kern der Stadt wird von der mächtigen Front des Renaissance-Rathauses aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts dominiert, die Mariensäule in der Mitte des Platzes stammt aus dem Anfang des siebzehnten Jahrhunderts.
Von der ehemaligen Stadtbefestigung blieb bis heute ein einziges Stadttor erhalten - das sog. Budějovicer Tor. Neben dem berühmten, saisonal betriebenen Drehtheater besitzt Český Krumlov (Böhmisch Krumau) auch eine ständige Theaterbühne, kunstliebende Besucher finden hier auch zahlreiche Galerien und Museen (Museum Fotoatelier Seidel, Egon Schiele Art Zentrum, Wachsfigurenmuseum und weitere).
www.ckrumlov.cz

Boletice – St.-Nikolaus-Kirche

Etwa 10 km westlich von Č. Krumlov (Böhmisch Krumau), im Truppenübungsgebiet in der Nähe der Ortschaft Boletice, steht eine ursprünglich romanische Kirche aus dem Ende des 12. Jahrhunderts. Sie gilt als das älteste Baudenkmal Südböhmens.
Zutritt: Das Betreten der markierten Wander- und Radwege innerhalb des Truppenübungsgebietes ist an Samstagen, Sonntagen und staatlichen Feiertagen von 7 bis 21 Uhr gestattet.
www.vojujezd-boletice.cz

Černá v Pošumaví (Schwarzbach)

Die heute überwiegend als Erholungsort genutzte Ortschaft liegt am linken Ufer des Lipno-Stausees. Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Ortes stammen aus dem 13. Jahrhundert. Bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde an der Stelle der heutigen Bucht Graphit abgebaut, dessen reiche Lagerstätten gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden.
www.cernavposumavi.cz

Čertova stěna (Teufelswand)

Etwa vier Kilometer westlich von Vyšší Brod (Hohenfurth) liegt auf einem Hang über dem tiefen Moldautal ein weitläufiges Felsenmeer aus verschieden großen Felsblöcken. Die wertvolle geologische Formation mit einer Fläche von 10 ha entstand durch die allmähliche Frostverwitterung des Granitmassivs. Seit 1956 ist Čertova stěna (Teufelswand) ein Naturreservat.
Die Entstehung des bemerkenswerten Naturphänomens wird durch einige Legenden erklärt, von denen eine den Komponisten Bedřich Smetana zum Schreiben der gleichnamigen Oper inspirierte. Das komisch-romantische Spiel in drei Akten Čertova stěna (Teufelswand) wurde 1882 in Prag uraufgeführt.

Dívčí kámen (Maidstein)

Die romantische Ruine einer mächtigen, von den Herren von Rosenberg Mitte des 14. Jahrhunderts gegründeten Burg liegt an einer unzugänglichen und gut geschützten Stelle hoch über dem Zusammenfluss der Vltava (Moldau) mit dem Bach Křemežský potok. Die Reste der Burg zählen heute zu den größten und besterhaltenen Denkmälern dieser Art in Tschechien. Die von begeisterten Mitgliedern einer Bürgerinitiative gepflegte Ruine ist öffentlich zugänglich und gilt als beliebtes Ausflugsziel. In der Burganlage finden regelmäßig Konzerte, historische, Fecht- und Theatervorstellungen, mittelalterliche Märkte, Vorträge und Ausstellungen statt.
In der Nähe des unweit gelegenen Ortes Třísov befinden sich die Reste eines keltischen Oppidums aus der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Ch.
www.divcikamen.cz

Horní Planá (Oberplan)

Die gröβte Stadt am Stausee Lipno. Das Ferienressort am linken Ufer des Stausees ist als Geburtsort von Adalbert Stifter (1805–1868) bekannt geworden. Sein Geburtshaus beherbergt ein Museum des Schriftstellers.
www.horniplana.cz

Chvalšiny (Kalsching)

Der Geburtsort des Erbauers des Schwarzenbergschen Schwemmkanals Josef Rosenauer (1735–1804). Das am Rande des Blanský les (Blansker Wald) liegende Städtchen wurde vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet. Auf dem Marktplatz steht eine spätgotische Kirche aus dem Ende des 15. Jahrhunderts mit einzigartigem Netzgewölbe und überwiegend barocken Verzierungen.
An die Persönlichkeit und das Werk Josef Rosenauers erinnert das hiesige Museum des Schwarzenbergschen Schwemmkanals (Chvalšiny Haus-Nr. 124).
www.chvalsiny.cz

Kleť (Schöninger)

Der höchste Berg (1083 m ü. M.) des Blanský les (Blansker Wald). Auf dem Gipfel steht der älteste steinerne Aussichtsturm in Böhmen aus dem Jahr 1825. Den Touristen steht eine Hütte mit Restaurant und Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung. Unterhalb des Gipfels wurde 1975 ein 173 m hoher Fernsehturm aufgestellt. Das astronomische Observatorium auf Kleť (Schöninger) ist die höchstgelegene Sternwarte Tschechiens und wird regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Bei schönem Wetter bietet Kleť (Schöninger) einen herrlichen Blick auf das Alpenpanorama mit seinem mächtigen Dachsteinmassiv.
Der Gipfel ist zu Fuß oder mit einem Sessellift aus Krásetín (eine Ortschaft in der Nähe der Bahnhaltestelle an der Strecke Č. Budějovice – Č. Krumlov) erreichbar.
www.klet.com

Lipno

Die erste Stufe der sog. Moldau-Kaskade. Die teils aufgeschüttete und zu 1/3 aus Beton bestehende Gewichtsstaumauer wurde zwischen 1952 und 1959 gebaut. Das Stauvolumen beträgt über 300 Mio. m3, der Stausee ist mit seiner Gesamtfläche von 48,7 m² der größte Tschechiens. Seinen Namen hat der Stausee dem Städtchen Lipno zu verdanken, das vollständig der Flutung weichen musste und später etwas höher am linken Ufer des Sees oberhalb der Staumauer wieder aufgebaut wurde.
Tief unter der Staumauer befindet sich ein Wasserkraftwerk mit 2 Francis-Turbinen mit einer Fallhöhe von 170 m. Von hier aus fließt das Wasser durch einen 3,6 km langen unterirdischen Tunnel in das Ausgleichsbecken Lipno II bei Vyšší Brod (Hohenfurth).
www.lipno.info

Malšín (Malsching)

Malšín (Malsching) ist eine kleine Ortschaft etwa 15 km südlich von Český Krumlov (Böhmisch Krumau), die erstmals 1339 urkundlich erwähnt wird. Die hiesige, erstmals 1384 urkundlich erwähnte Kirche St. Margarethen ist die höchstgelegene Kirche Tschechiens (794 m ü. M.). In der Vergangenheit galt Malšín (Malsching) als strategischer Punkt für den Schutz der Landeswege, da der Ort schon immer eine sehr gute Sicht in Richtung österreichische Grenze bot. Unweit der Ortschaft stand einst auf einem Ausläufer über dem Tal auf dem als Turmberg bekannten Platz ein Wachturm. Dieser ist jedoch nicht erhalten geblieben, an seiner Stelle steht heute die Wallfahrtskapelle Mariahilf.
www.malsin.cz

Olšina

Mit 731 m ü. M. einer der höchst-gelegenen Teiche in Böhmen. Der Teich mit einer Fläche von 138 ha wurde Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet.
Zugang: In der Nähe der Siedlung Hodňov am linken Ufer des Lipno-Stausees, ca. 5 km von Černá v Pošumaví (Schwarzbach) entfernt.

Rožmberk nad Vltavou (Rosenberg)

Dieser traditionelle Haltepunkt an der Vltava (Moldau) ist vor allem den Wassersportlern gut bekannt. Die Moldau umfließt hier einen Felsvorsprung, auf dem eine Mitte des 13. Jahrhunderts von den Witigonen gegründete mächtige Burg steht. Als die größte Attraktion der Burg gilt neben den reichlich verzierten Innenräumen der erst kürzlich zugänglich gemachte 50 m hohe Englische Turm (Anglická věž). Rožmberk (Rosenberg) zählt zu den Burgen, auf denen nach einer alten Sage die als Weiße Frau bekannte Perchta von Rosenberg erscheint.
www.hrad-rozmberk.eu

Římov (Rimau)

Das Städtchen ist vor allem als bedeutender südböhmischer Wallfahrtsort bekannt. In seiner Umgebung wurde im 17. Jahrhundert ein Kreuzweg mit 25 Kapellen mit Wandmalereien errichtet. Auf dem Dorfplatz steht die zwischen 1672 und 1697 erbaute Hl.-Geist-Kirche, berühmt ist auch das hiesige Eisenbahnmuseum Roubenka. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft wurde an der Malše (Maltsch) zwischen 1971 und 1978 eine Talsperre erbaut, die České Budějovice (Budweis) mit Trinkwasser versorgt.
www.obecrimov.cz

Vítkův kámen (Wittigstein)

Die höchstgelegene Burgruine in Böhmen steht auf dem gleichnamigen Berg (1.053 m ü. M.) über dem rechten Ufer des Lipno-Stausees. Die Burg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von den Witigonen gegründet. Später wurde die Kleinburg verlassen und verfiel langsam zur Ruine. Nach dem II. Weltkrieg wurde sie vom Grenzschutz genutzt. Heute ist das renovierte Objekt öffentlich zugänglich. Von dem ehemaligen Wachturm der Burg mit neu erbautem Holzgerüst eröffnet sich eine der schönsten Aussichten auf den Lipno-Stausee.
www.vitkuv-hradek.mysteria.cz

Vyšší Brod (Hohenfurth)

Aus der Region rund um die Stadt Vyšší Brod wird jeder unvergessliche Erlebnisse mit nach Hause nehmen, ob er oder sie sich nun für ruhige Naturwinkel, sportliche Herausforderungen oder geschichtliche Sehenswürdigkeiten entscheiden.

Vyšší Brod erstreckt sich im Böhmerwalder Vorland, wobei es nicht weit bis nach Niederösterreich ist. Ehemals überquerten Handelskarawanen die Moldau, heute ist Vyšší Brod das Ziel all derer, die einzigartige Erlebnisse und angenehme Erholung suchen. Die hiesige Zisterzienserabtei wurde vom Geschlecht der Rosenberger im Jahr 1259 als Ort der letzten Ruhestätte der Mitglieder dieser Adelsfamilie gegründet. Das Kloster beherbergt wertvolle historische Schätze: eine Bibliothek mit 70 000 Bänden, die Madonna von Vyšší Brod sowie das legendäre Záviš-Kreuz. Die Geschichte des Postwesens wird im Postmuseum ausgestellt. Versäumen Sie nicht, die St.-Wolfgang-Wasserfälle und die Teufelswand zu besuchen. Vyšší Brod ist der Ausgangspunkt für Bootsausflüge auf der Moldau, den Wassersportbegeisterten steht eine Reihe von Möglichkeiten des Ausrüstungsverleihs zur Verfügung. Im September kreuzen traditionell kuriose Wasserfahrzeuge auf der Moldau. Eine komfortable Unterbringung offerieren die lokalen Hotels und Pensionen, die Restaurants bieten wiederum lokale Spezialitäten an. Berühmt sind die Erzeugnisse der hiesigen Mini-Brauerei, der Konditorei und der Bäckerei. Übrigens gilt, dass an der frischen Luft jedermann ordentlich Hunger bekommt…
www.mestovyssibrod.cz

Zlatá Koruna (Goldenkron)

Die im tiefen Tal der Vltava (Moldau) liegende Siedlung, die neben dem 1263 von König Premysl Ottokar II. gegründeten Kloster entstand, hieß ursprünglich Svatá Trnová Koruna (Heilige Dornenkrone). Das Zisterzienserkloster sollte das expansive Verhalten des Krumauer Geschlechts der Witigonen unterbinden. Seine größte Blütezeit erlebte das Kloster im 14. Jahrhundert, während der Hussitenkriege war es 17 Jahre lang verlassen. Im Jahr 1785 wurde das Kloster von Kaiser Josef II. aufgelöst, die Anlage gehört jedoch bis heute zu den schönsten und wertvollsten Bauten der südböhmischen Gotik. Als das wertvollste Objekt gilt die dreischiffige Basilika Mariä Himmelfahrt.
www.klaster-zlatakoruna.eu


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Český Krumlov, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
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Černá v Pošumaví, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Boletice, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Vyšší Brod, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Závišův kříž - splendor mysticus, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Dívčí kámen, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Horní Planá, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Čertova stěna, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Kleť (1084 m n. m.), Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Chvalšiny, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Lipno, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Lipno, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček
Rožmberk nad Vltavou, Bildquelle: archív Vydavatelství MCU, Foto: Libor Sváček